Toll, wir sind Umweltschule!
Seit dem letztem Donnerstag gehören wir offiziell zum erlauchten Kreis der
"Umweltschulen in Europa" (USE).
Was sich so selbstverständlich anhört, bedeutete in Wirklichkeit zwei Jahre konsequente Umsetzung eines Umweltkonzeptes, das sich auch noch in der Entwicklung befand. Viele Kolleginnen und Kollegen und Schülergruppen waren mit Umweltthemen beschäftigt, so die Bachpatenschaftsgruppe des WPK Klasse 10 mit einer Ausstellung und der Teilnahme am "Focus-Wettbewerb" (Herr Lentge), die ehemalige Klasse 9 FL mit Theaterszenen zum Klimawandel unter dem Titel "Die Erde hat Fieber" und ebenfalls Focus -Wettbewerbs-teilnahme (Herr Bragenheim), das "Curriculum Mobilität" (Frau Krause) mit mehreren Verkehrsprojekten, das Projekt des sechsten Jahrgangs "Rund ums Papier" mit Frau Borchers und das Projekt "Spot the Environment" der 7. Klassen (Frau Tichter). So konnte kurz vor den Sommerferien eine über vierzigseitige Dokumentationsmappe gut gefüllt mit Berichten, Zeitungsartikeln, Fotos und sogar zwei DVDs eingereicht werden.
Genau so sollte es an einer Umweltschule laufen - entschied die Wettbewerbskommission und lud uns Ende August zur Auszeichnungsfeier auf das Gut Herbigshagen bei Duderstadt (Südharz) ein. Das Gut gehört zur "Sielmann-Stiftung" des berühmten Tierfilmers Heinz Sielmann; die Preisverleihungen finden traditionsgemäß seit Jahren dort statt.
Am 25. September zu nachtschlafener Zeit wurde es dann ernst: Um sechs Uhr in der Frühe stiegen Lisa Kastull ( Klasse 9 G1), Christina Keller, Kevin Fiebig (beide Klasse 10 A) und Herr Lentge noch ziemlich müde in den Bus, der sich nach und nach mit Schülern und Lehrern anderer Preisträgerschulen füllte. Die folgende Rundfahrt durch
halb Niedersachsen dauerte dreieinhalb Stunden - Zeit, um den versäumten Schlaf nachzuholen.
Am Zielort angekommen, startete die Veranstaltung mit einer kleinen körperlichen Ertüchtigung - sämtliches Ausstellungsmaterial, Beamer, gezeichnete Karten und Poster (Dank an Chutha aus Jahrgang 12 !) und das schwere Bachmodell mussten
einen schmalen Waldweg bergab zum Gutsgebäude getragen werden. Auf dem Gutshof wuselten schon viele meistens jüngere Schüler aus anderen Schulen herum, die auch
ausgezeichnet werden sollten. Schließlich fanden wir unsere Ausstellungstafel im Kreativraum. Nun wurde der Hammer geschwungen, verkabelt, gepinnt und debattiert, bis wir mit unserer Ausstellung zufrieden waren.
Dann begann die Veranstaltung mit der Begrüßung aller Teilnehmer in der ausgebauten Scheune des Gutes durch Herrn Boll, den Umweltkoordinator.
Inzwischen war Verstärkung aus Wolfsburg eingetroffen: Herr Oelker hatte Frau Dedié und drei Schüler des Jahrgangs 12 mitgebracht: Julien Iwert, Adrian Nabereit und Alexander Sturm hatten sich trotz am Freitag drohender Klausur beurlauben lassen, um uns am Stand und auf der Bühne zu unterstützen.
Nun folgte die zweistündige Projektpräsentation an unserem Stand. Es gab neugierige Fragen von Lehrern anderer Schulen zur Mühlenriederenaturierung und wir führten
mehrmals unser schönes Funktionsmodell vor. Das Wasser plätscherte - und das Ergebnis war überzeugend: Der renaturierte Bach hielt das Wasser deutlich besser zurück.
Zwischendurch hatten unsere Schüler Gelegenheit, die Projekte der anderen Schulen zu bewundern. Erstaunlich, was sich Schulen einfallen lassen, um der Umwelt zu helfen.
Es reicht vom Strohballenhaus auf dem Schulhof über Insektenhotels bis zur Fotovoltaik-anlage. Hier ergab sich manche nützliche Anregung.
Endlich nahte der wichtigste Augenblick, nämlich die hochverdiente Auszeichnung. Nachdem wir etliche Grußworte und die üblichen Reden überstanden hatten, standen wir
stolz auf der Bühne - gut sichtbar als Gruppe in unseren leuchtend blauen ASG-T-Shirts.
Herr Boll und Frau von der Heyde, beides Umweltkoordinatoren, überreichten uns die Urkunde, einen Blumenstrauß und die heißbegehrte Umweltfahne. Sie schwebt jetzt vor dem Sekretariat des ASG von der Decke herab, genauso, wie wir nach dieser Ehrung von der Bühne herabschwebten.
Nun mussten wir uns nur noch zum großen Gruppenfoto mit allen ausgezeichneten Teilnehmern aufbauen. Nachdem die Schüler den von Herrn Oelker spendierten Belohnungskuchen verdrückt hatten, ging es wieder heimwärts – ein ereignisreicher Tag ging zu Ende.
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