Biologiekurse gingen "back to our roots"
In der letzten Woche waren unsere drei Biologiekurse nacheinander im BIOS in Braunschweig und nahmen dort am Programm "back to our roots" teil.
Dieser Bericht beschreibt den Besuch vom Leistungskurs BI72, im Prinzip haben aber alle drei Kurse das gleiche Prozedere durchgeführt.
Einige Leute waren wohl doch schon weit entfernt vom Dasein als Jäger und Sammler, denn die Orientierung fiel so schwer, dass nur wenige Teilnehmer pünktlich das Institut erreichten. Die Spitzenreiter brauchten fast eine halbe Stunde länger als vorgesehen und Desiré erreichte uns gar nicht.
Nach einer theoretischen Einführung im Seminarraum ging es in das Labor.
Dort lernten wir, unsere eigene DNA zu isolieren.
Da nicht ausreichend Material von den Versuchspersonen abgezapft werden konnte - wir wollten sie ja nicht verletzen - mussten wir die DNA mittels der PCR-Technik vermehren.
Nach den ausführlichen Vorarbeiten besorgte der Thermocycler für uns die Vermehrung, weshalb wir in dieser Zeit unsere Mittagspause einlegen konnten.
Danach mussten wir unsere DNA-Proben in die Gel-Elektrophorese übertragen und mittels dieses Verfahrens in ihre unterschiedlichen Größen auftrennen.
Da wir nur nach dem Alu-Element - einer scheinbar überflüssigen Komponente auf dem Chromosom 8 (und an vielen anderen Stellen unserer DNA) - suchten, ergaben sich also Schwerpunkte bei zwei DNA-Längen und wir ermittelten damit, wer dieses Element auf einem oder beiden Chromosomen besitzt.
Die 6 "Versuchskaninchen" zusammen ergaben eine genetische Häufigkeit des Alu-Elementes, die uns in die Nähe der Verwandtschaft zum schweizer Raum vermuten ließe, wenn die geringe Anzahl der Versuchspersonen nicht eine hohe Fehlerquote erwarten ließe.
Mit unserem Ergebnis ausgestattet konnten wir dann die Rückfahrt antreten.
Während unseres Aufenthaltes fern der Heimat dürfte die Handy-Rechnung einiger Kursteilnehmer doch deutlich angestiegen sein.
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