Anreise mit dem Zug, eine Nacht sitzend im Sechser-Abteil bei gefühlten 30 Grad, Und es wurde besser : In Rom schien il sole, die Zimmer im Hotel waren schon fertig, Im offenen Doppeldecker bekamen wir erste Eindrücke von caput mundi , der Hauptstadt Rom, und staunten : Es gibt noch Römer! Und die sprechen lateinischen Dialekt ! Weiter per pedes : Nach einem unvergesslichen Referat über Geschichte und Topographie Roms auf der Spanischen Treppe kratzten wir unser Kleingeld zusammen, um bei der Fontana di Trevi Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Nun hatte uns der Bildungshunger gepackt – und neben dem Pantheon gab's – gottseidank - McDonald's. Am nächsten Tag – „wir sind ja nicht zum Vergnügen hier“ - führten uns unsere Referenten mit Wikipedia-Ausdruck durchs Colosseum, zum Konstantinsbogen, über das Forum Romanum zum Kapitol. Ausnahmsweise weinte der Himmel über Rom - wahrscheinlich über die Referate. Am Mittwoch fuhren wir – in der Hoffnung, einen Taschendiebstahl zu erleben - mit der berüchtigten Linie 64 früh zum Petersplatz, denn wir waren zur Papst-Audienz angemeldet (als Pilgergruppe vom Bistum Hildesheim). Unter Tausenden „Ratze“-Fans warteten wir in der glühenden Sonne, bis wir vor aller Welt verkündet wurden : „Albert-Schweitzer-Gymnasium Wolfsburg“ ! Jubel und gaudium ! Danach hatten wir uns ein Picknick in Ostia Antica, dem alten Hafen Roms, am Tempel der Ceres verdient. Tags drauf die nächsten Highlights der Antike: Im Archeobus die Via Appia entlang, Besuch der Caracalla-Thermen, Stippvisite im Circus Maximus und auf dem Forum boarium und der Wahrheitstest bei La Bocca della Verità. Danach ging's ……………zum Lido natürlich - wie jeden Tag als Belohnung, wenn wir unser Besichtigungspensum geschafft und den Kulturbeutel weiter gefüllt hatten. Tempus fugit - auch diese Fahrt ging zu Ende, doch am letzten Tag war noch einmal ausführlich Zeit für Vatikan, Petersdom und Umfeld. Und natürlich mussten noch Souvenirs gekauft und die besten Gucci-Fakes begutachtet werden. Abends zogen wir schwer bepackt zum Bahnhof: Arrivederci Roma ! Im Nachtzug nach München hatten wir dasselbe Abteil wie auf der Hinfahrt, doch es war in dieser Nacht wunderbar ruhig im Zug : Vielleicht waren jetzt doch die meisten endlich müde von all den Eindrücken, den vollen Metros, den heißen, langen Tagen und noch längeren Nächten…………. Möge uns allen diese Fahrt die Antike näher gebracht haben und uns alles (auch das, was ich nicht erwähnt habe !!) in Erinnerung bleiben ! Quod bonum, faustum, felix fortunatumque sit! Cornelia Haulle-Kasten |
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