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NEWS - Klassenfahrt der 8G2, 9FL und 9S nach Köln

Bericht von der Klassenfahrt der 8G2, 9FL und 9S nach Köln

15.Juni 2008.

Die Koffer sind gepackt, alle wollen zum Drive In nach Köln.

Nur Frau Lindenthal nicht – gute Besserung!
Dann endlich Happy Hour, ab ging´s auf den Highway.
Kaum eingestiegen, begannen die Indoor-Probleme: die Tür vom Bus schließt nicht mehr, aber nach kurzer Wartezeit hatte sie ein Einsehen und ... let´s go.
Außer ein paar mal Stop and Go hielt uns nichts weiter auf.
Kaum haben wir die Outdoor-Bereiche von Köln erreicht, wunderten sich einige – denn sie hatten von Köln eine ganz andere Imagination.
Der Driver löste dann das erste große Problem: wo ist unsere Location? Die Straße haben wir sofort gefunden, aber die Hotelmessage war nur aus der anderen Direction zu lesen. Die spinnen, die Römernachfolger.
So, schnell eingecheckt und danach Meeting, und das alles ohne Dusch-Wellness!
Windows 2008: Einige Leute haben völlig vergessen, wozu Fenster da sind, deshalb spielten sie den Roofwalker. Hoffentlich gab das keinen Dachschaden.
Danach erklommen wir den Triangle-Tower zum Sightseeing.

Als Surprise für einige Skeptiker gab es sogar einen Lift, der uns die 100 Meter hoch brachte.
Und dann waren wir high und genossen den Overview.
Und danach kam das Highlight des Tages: Public Viewing in der Kölnarena.

Einige wollten lieber im Hotel abchillen. Die interessierten sich nicht so für Soccer oder hatten einfach ein negatives Feeling. Die notwendigen Absprachen erforderten den ersten regen Einsatz der Handys. Hoffentlich haben alle ein Flatrate.
Der Rest feierte mit 30 000 anderen Fans (das sind mehr als Hattorf Einwohner hat!) das Golden Goal von Ballack gegen Austria. War schon ein gigantisches Entertainment – natürlich von T-Home.
Danach der Homerun war auch nicht ganz einfach, weil die Fans eine coole Victoryparty durchführten und einige lieber da Connection suchen würden: ein Sit In auf der Hauptstraße. Aber es kamen dank des Pressings der Coaches alle am Hotel an und das erste Nightlife stand bevor.

Dienstag, 17. Juni

Heute wird´s der Tag für´s Gemüt!
Nach dem Frühstück brachte uns unser Bus gemütlich in die Stadt.
Aber dann ging´s ungemütlich los - zwei Stunden Stadtführung durch Köln.

Der Führer (gemeint: der Fremdenführer, der andere „Führer“ kam später dran) stellte uns erst mal eine Stunde lang genüsslich den Dom vor. Naja, wo man so lange dran gebaut hat, da muss man auch ausführlich gucken. Und nicht einmal die selbst angezündete Kerze durfte Corinna fotografieren – immer dieser erhebliche Zeitdruck! Danach folgte dann noch der gebührliche einstündige Rundgang durch die Stadt.
Jetzt kannten wir uns also ausführlich in Köln aus und konnten etwas essen.
Natürlich gingen die meisten respektierlich in das typisch kölsche Speiserestaurant mit dem schottischen Namen Mc Donalds.
Danach folgten wir irrtümlich der Beschreibung zum Appellhofplatz, den trotzdem alle vorzüglich fanden, zur Not auch mit reichlich Handyeinsatz.
Hier haben wir das NS-Dokumentationszentrum besucht.
Leider reichten die Audio-Guides nicht, deshalb mussten wir die Ausstellung manierlich auf eigene Faust erkunden. Hier hat sich Herr Bragenheim genierlich verschätzt, das Thema Nationalsozialismus war nicht aus dem Unterricht bekannt, deshalb konnten viele Schüler leider ungebührlich wenig mit den Informationen anfangen. („Was bedeutet eigentlich dieses “NS“?)
Danach ging´s natürlich in Gruppen los in die City oder gleich zurück in´s Hotel.
Aber was ist mit Jan-Marvin? Der wurde unüblich als Betreuer für die Lehrer abgestellt und musste mit ihnen den vermeintlich kürzesten Weg von der City zum Hotel erkunden.
Motto: traue nie einem Erdkundelehrer, wenn Du einen Weg suchst.
Am Abend feierte Dany noch den blamierlichen Zittererfolg der Italiener und dann war auch schon Bettruhezeit.

Mittwoch, 18. Juni

Heute widmeten wir uns den Alltagsdrogen.
Nach dem Frühstück ging´s mit dem Bus zum WDR.
Hier wurden uns 16 km Gänge im Gebäude angedroht, so richtig was für Walk-Junkies.
Aber es wurde für uns dann doch etwas weniger.
Zunächst kriegten wir im Studio des Morgenmagazins Informationen, wie die Volksdroge Fernsehen produziert wird.
Besonders imposant waren natürlich die Preise der Ausrüstung.
Da sind unsere Kameras und Lampen denn doch echte Schnäppchen für Kaufsüchtige.
Danach kriegten wir einen Eindruck in die Tricks, mit denen Hörspiele im Studio mit authentischem Klang produziert werden. Das ist mehr was für blinde Fernsehsüchtige.

Dann folgte eine etwas verlängerte Mittagspause, und die mussten alle wie üblich ohne Alkohol überstehen.
Kevin nutzte die Zeit, um seine Hand schützend in eine Tür zu halten. Ist er Masochist?
Und danach trafen wir uns im Schokoladenmuseum, damit auch die Endorphine für die Genusssüchtigen ausgestoßen werden. Obwohl die uns mitgeteilten Zeiten nicht mit denen des Museums übereinstimmten, kriegten die Bürokraten eine Führung hin und wir haben jetzt alle Kenntnisse, um unsere tägliche Schokoladendosis selbst herzustellen.

Nach dem Museum haben es tatsächlich alle geschafft, pünktlich wie abgesprochen am Bahnhof einzutreffen.
Denn nur dann ging es mit dem Bus zurück zum Hotel.
Kurz vor dem Hotel ließen wir einige Leute raus, die noch schnell bei Penny ihrem Kauftrieb nachgehen mussten.
Leider hat ihnen keiner den Rückweg zum Hotel erklärt, aber Kevin, Irina und Laura folgten ihrem Helfersyndrom (Danke!).
Und um 18 Uhr trafen wir uns dann im Hotel, um die Informationslücke, die sich beim Besuch des NS-Dokumentationszentrums zeigte, aufzuarbeiten. Wir hoffen, dass wir ausreichend für den Geschichtsunterricht eingesprungen sind.
Und dann mussten wir (tut uns leid, Herr Niemann) noch mit ansehen, wie Russland eine Runde weiterkam.

Donnerstag, 19. Juni

Heute ist der wichtigste Tag unserer Klassenfahrt:

Frederieke hat Geburtstag, sweet little Fifteen. Und die vom Hotel haben ihr extra eine Torte gemacht.

Naja, der wahre Renner war es nicht. Um diesen Tag würdig zu begehen, gestaltete Frederieke das Programm mit der 9S und Beuteschüler. Die Klasse ging also zum Feiern an den Rhein. Aber wozu soll ein Ball rund bleiben, Lara?

Die meisten anderen fuhren ins Phantasia-Land. Hier konnte man die Belastungsgrenze seines Magens auskundschaften, wenn sie nicht schon durch die Busfahrt überschritten war.

Und das bisschen Wasser in den Klamotten von der Bootsfahrt stört doch keinen wirklich, oder? Eine Gruppe war offensichtlich von der schwarzen Mamba gebissen, deshalb konnte sie nicht pünktlich zum Bus kommen.
Als Alternative machten einige Unentwegte die Kölner City unsicher. Da gab es sicher noch etwas Neues zum Shoppen.
Die Biologiefreunde versuchten einen Zoobesuch. Aber ist der Zoo wirklich im Dom? Wenn man ein Vogel wäre, würde einen auch ein noch nicht laufender Sessellift nicht irritieren. Schade!
Auch die Einer-Gruppe um Herrn Niemann zog es in die Stadt, nämlich zum Olympia-Museum. Da konnte er gleich die Zoobesucher telefonisch betreuen.

Und jetzt kommt das wirklich Wichtige: Deutschland gegen Portugal.
Heute wurden 40 000 Besucher in der Kölnarena erwartet (das sind noch mehr als Hattorf Einwohner hat!).
Deshalb schickten wir nur ein kleines Grüppchen von 14 noch nicht abgeschreckten Fußballfans zum Public Viewing.
Der Rest informierte sich im Hotel.
Alle hatten nur eine Frage: Wie hoch wird Deutschland wohl die Portugiesen schlagen?
Wer hätte gedacht, dass unser Optimismus Realität wird?
Die restlichen Spiele wollen wir aber wieder in Wolfsburg sehen!

Freitag, 20 Juni.

Schade, es geht also wieder zurück. Nach dem Frühstück musste jeder versuchen, alle seine Klamotten zusammenzukramen und in die Reisetasche reinzuquälen. Und alle haben es geschafft und waren tatsächlich früher als geplant abfahrbereit.
Allerdings passte die neue Sitzordnung im Bus nicht allen.
Vor allem der Platz am Ausspuck war begehrt. Aber jetzt geht´s hoffentlich allen wieder gut.
Insgesamt war es eine erfreuliche Klassenfahrt und die Lehrer waren mit den Schülern sehr zufrieden,
und natürlich auch umgekehrt.
Hoffentlich sind Montag alle gesund und fit für den Notenendspurt.
Es gibt ja immer noch Erdkunde-Lehrer, die nicht alle Klassenarbeiten geschrieben haben.
Und Eure Kursfahrt in wenigen Jahren machen wir wieder zusammen, es muss ja nicht immer Köln sein!